Nummer: 101256
Akronym:
Titel (deutsch): In-vitro-Veredelung bei Citrus
Projektstart: 02.05.2017
Projektende: 09.06.2020
AuftragnehmerIn: HBLFA für Gartenbau Schönbrunn und Österreichische Bundesgärten
Projektleitung: DI Dr. Katharina Hristoforoglu
Finanzierungsstellen: Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus
Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus
Wissenschaftszweig: LAND- U. FORSTWIRTSCHAFT, VETERINÄRMEDIZIN / Gartenbau, Obstbau / Gartenbau / AGRARWISSENSCHAFTEN, VETERINÄRMEDIZIN

Zielsetzung

An der HBLFA für Gartenbau wurden in den letzten Jahren mit verschiedenen Citrus –Arten aus der Sammlung der ÖBG umfassende Versuche durchgeführt (BGB 3102, BGB 3341, BGB 3344). Erfolgreiche In-vitro-Etablierungen konnten bei C. latifolia, C. meyeri x paradisi ‘Limonade‘ und C. meyeri erzielt werden. Bei C. latifolia erfolgt seit 2014 eine Freilandtestung auf Kältetoleranz (BGB 3800).
Die drei etablierten Arten unterscheiden sich deutlich in der In-vitro-Vermehrung, In-vitro-Bewurzelung und Akklimatisierung. Während bei C. latifolia eine sehr hohe Anzahl an Gewächshaus –Pflanzen über Mikrostecklinge produziert werden konnte, erwies sich die Sorte ‘Limonade‘ (C. meyeri x paradisi) als äußerst schwierig.
Aufgrund geringer Bewurzelung- und Akklimatisierungsraten sowie eines sehr langsamen Wachstums im Gewächshaus wird anhand von C. meyeri x paradisi ‘Limonade‘ ein In-vitro-Veredelungsprotokoll entwickelt. Neben C. latifolia wird C. volkameriana und C. meyeri als Unterlage getestet. C. volkameriana gilt als sehr gute Veredelungsunterlage für Citrus in Topfkultur. Die In-vitro-Veredelung bei Citrus hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Vor allem weil man über die In-vitro-Vermehrung (Wärmetherapie, Isolierung von Sprossmeristemen, etc.) virusfreie Pflanzen (Edelreis, Unterlage) produzieren kann.

Bedeutung des Projekts für die Praxis

Abschlussbericht


Kurzfassung (deutsch)

Bei Citrus hat die In-vitro-Veredelung stark an Bedeutung gewonnen. Vor allem weil man über die In-vitro-Vermehrung (Wärmetherapie, Isolierung von Sprossmeristemen, etc.) virusfreie Pflanzen (Edelreis, Unterlage) produzieren kann. An der HBLFA für Gartenbau und Österreichische Bundesgärten wurde in vitro, anhand der Citrus meyeri x paradisi –Sorte ‘Limonade‘, erfolgreich ein Veredelungsprotokoll entwickelt. Aufgrund des langsamen Wachstums sowie der geringen Bewurzelung- und Akklimatisierungsrate (klonale Vermehrung nicht effizient genug) erwies sich die 2013 in vitro etablierte Sorte aus der Sammlung der ÖBG als besonders gut geeignet dafür. Als Veredelungsunterlage bewährte sich die über Samen in vitro vermehrte Citrus volkameriana. Nach mehreren Versuchsansätzen ergab die Direktveredelung auf dem Bewurzelungsnährboden 529 (MS: 0,5 mg/l NAA), ohne vorhergehender Kultivierung auf dem Vermehrungsnährboden 548 (MS: 0,1mg/l NAA, 0,2 mg/l GA3, 0,5 mg/l BAP), die besten Ergebnisse. Durch die Fixierung der Veredelungsstelle mit Parafilm konnte ein sehr gutes Anwachsen des Edelreises erzielt werden, so dass die Akklimatisierungen im Glashaus vom Erfolg geprägt waren.

Berichtsdokumente/Anlagen


logo Abschlussbericht In-vitro-Veredelung bei Citrus (22210.06 kB)
BerichtsautorInnen: DI Dr. Katharina Hristoforoglu
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