StopGlyph


Nummer: 101329
Akronym: StopGlyph
Titel (deutsch): Neuausrichtung der Pflege und Beikrautregulierung an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein
Projektstart: 01.04.2018
Projektende: 10.10.2020
AuftragnehmerIn: HBLFA Raumberg-Gumpenstein
Projektleitung: DI Dr Bernhard Krautzer
Finanzierungsstellen: Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus
Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus
Wissenschaftszweig: LAND- U. FORSTWIRTSCHAFT, VETERINÄRMEDIZIN / Ackerbau, Pflanzenzucht, Pflanzenschutz / Pflanzenbau / Grünland / AGRARWISSENSCHAFTEN, VETERINÄRMEDIZIN

Zielsetzung

Das Institut für Pflanzenbau setzt sich das Ziel, im Rahmen einer zwei- bis dreijährigen Umstellphase auf den Einsatz des Totalherbizides Glyphosat komplett zu verzichten. Glyphosat wurde in den letzten 25 Jahren in unterschiedlichen Bereichen (Trennung von Parzellen, Pflege der Schlagränder, Wegränder, Feldvor- und Nachbereitung, Einzelpflanzenbekämpfung in Vermehrungen) eingesetzt.

Ausgangssituation im Bereich der Versuchsflächen in Gumpenstein sowie der Außenstellen - Auflistung der Bereiche, die bis 2017 mit Glyphosat behandelt wurden:
Versuche mit Parzellenstruktur: Diese Versuche bauen auf die Pflege der Parzellenabgrenzungen mit Glyphosat (2x pro Jahr) auf.
Schlagränder: Schlagränder begrenzen alle Schläge, deren Pflege baut auf den Einsatz von Glyphosat (2x pro Jahr) auf.
Feldvor- und Nachbereitung: In diesem Bereich wird Glyphosat zur flächigen Bekämpfung auflaufenden Unkrauts sowie zur Abtötung des Bewuchses (und der damit verbundenen Verunkrautung) alter bzw. aufzulassender Anlagen eingesetzt.
Einzelpflanzenbekämpfung in flächigen Vermehrungen: In flächigen Vermehrungen wird Glyphosat zur Bekämpfung einzelner Unkrautpflanzen (z.B. Gras in Gras) mittels Abstreifbesen bzw. Abstreifwagen eingesetzt.
Pflege der Grünflächen und Wegränder im gesamten Anstaltsbereich: In diesen weitläufigen Bereichen wird zur Vermeidung von unerwünschter Ausbreitung von Bewuchs, zur Abgrenzung unterschiedlicher funktionaler Bereiche und zur Pflege bewuchsfrei zu haltender Flächen (z.B. Wege, Vegetationsfreie Strukturen etc.) Glyphosat eingesetzt.

Im Rahmen dieses Forschungsprojektes sollen die für einen vollständigen Verzicht auf Glyphosat notwendigen Strategien, Maßnahmen und Investitionen sowie die damit verbundenen Probleme erfasst und für alle Einsatzbereiche Ersatzstrategien gefunden werden, die im Rahmen der verfügbaren Personalkapazitäten und Mittel umgesetzt werden können.

Bedeutung des Projekts für die Praxis

Auf Grund des gesellschaftlichen Drucks den Gebrauch von Herbiziden einzuschränken, ist es gerade für eine Dienststelle des BMNT wichtig Alternativen zu deren Verwendung im Bereich des Versuchswesens zu entwickeln.

Abschlussbericht


Kurzfassung (deutsch)

Durch den freiwilligen Verzicht der HBLFA Raumberg–Gumpenstein auf das Herbizid Glyphosat wurde im Institut für Pflanzenbau und Kulturlandschaft ein Projekt ins Leben gerufen um mögliche Alternativen aufzuzeigen. Im pflanzenbaulichen Versuchswesen ist eine Unkraut- bzw. Beikrautbekämpfung unerlässlich, diese kann auf chemischem, mechanischem oder physikalischem Weg erfolgen. Aufgrund der Tatsache, dass die Alternativen schnell gefunden werden mussten, wurde eine Reihe von Tastversuchen aber keine wissenschaftlichen Exaktversuche vorgenommen. Die Versuche zielten drauf ab herauszufinden, ob andere Methoden als der Glyphosateinsatz zum selben Ergebnis kommen und mit welchen Arbeits- und Kostenverhältnis diese Ergebnisse zu erzielen sind. Die Versuchsergebnisse zeigten, dass ein Verzicht auf Glyphosat im Versuchswesen möglich ist und es gibt auch in den unterschiedlichsten Anwendungsgebieten Alternativen. Allerdings haben all diese Alternativen gemein, dass mit ihnen wesentlich höhere Zeit- und Kostenaufwände einhergehen.

Berichtsdokumente/Anlagen


logo Neuausrichtung der Pflege und Beikrautregulierung an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein (2911.94 kB)
BerichtsautorInnen: Dr. Bernhard Krautzer; Dr. Wilhelm Graiss; DI Lukas Gaier; Johannes Weber
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