ROPS safety issues


Nummer: 101244
Akronym: ROPS safety issues
Titel (deutsch): Erforschung der Sicherheit von Schutzstrukturen
Projektstart: 12.04.2017
Projektende: 04.06.2020
AuftragnehmerIn: HBLFA Francisco Josephinum, BLT - Biomass | Logistics | Technology
Projektleitung: Dipl.-HTL-Ing. EUR-Ing. Walter Winkler
Finanzierungsstellen: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus
Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus
Wissenschaftszweig: LAND- U. FORSTWIRTSCHAFT, VETERINÄRMEDIZIN / Ackerbau, Pflanzenzucht, Pflanzenschutz / Landwirtschaftliche Maschinen und Geräte / AGRARWISSENSCHAFTEN, VETERINÄRMEDIZIN

Zielsetzung

Die Anforderungen an die Sicherheit von Fahrerkabinen bzw. Schutzstrukturen sind durch einschlägige Normen und Vorschriften geregelt. Die Verwendung neuer Entwicklungs-, Bau- und Konstruktionstechnologien beeinflusst die Sicherheit von Schutzstrukturen maßgeblich.
Projektschwerpunkte:
- Glued screens and ROPS safety issues: Erforschung der Auswirkung von geklebten Fensterscheiben auf die Sicherheit von Schutzstrukturen
- Real tests versus virtual test of safety structures: Gegenüberstellung der Prüfung von realen Schutzstrukturen und der Computersimulation

Bedeutung des Projekts für die Praxis

Jährlich sterben pro Jahr in Österreich rund 3 bis 5 Personen an Traktorüberschlägen und etwa doppelt so viele werden schwer verletzt.
Fahrerkabinen für Traktoren sollen einen ausreichende Überlebensschutz des Fahrers im Falle eines einmaligen Traktorumsturzes und Überschlages gewährleisten. Die Hersteller reduzieren die Kosten durch sparsameren Materialeinsatz und tasten sich mehr und mehr an die von der Gesetzgebung vorgegeben minimalen Sicherheitsanforderungen heran, wodurch die Fahrerkabinen, da meist nicht mehr so überdimensioniert wie früher immer weniger Schutz bieten. Der zunehmende Einsatz von geklebten Fensterscheiben reduziert den Verformungsbereich der Fahrerkabine, wodurch die Sicherheit noch weiter verringert werden kann und gegebenenfalls nicht mehr ausreichend ist, um das Überleben des Fahrers zu schützen. Dies hat insbesondere für die Land- und Forstwirtschaft in Österreich eine sehr große Bedeutung, da aufgrund der Landschaftsform viele Fahrten in Hanglagen erforderlich sind, wodurch das Risiko eines Traktorumsturzes drastisch ansteigt.
Durch Computersimulation können Fahrerschutzstrukturen von den Herstellern besser optimiert werden und damit Kosten sowohl für den Hersteller, als auch für den Käufer - den Landwirt, verringert werden.

Abschlussbericht


Kurzfassung (deutsch)

Die Anforderungen an die Sicherheit von Fahrerkabinen bzw. Schutzstrukturen sind durch einschlägige Normen und Vorschriften geregelt. Die Verwendung neuer Entwicklungs-, Bau-und Konstruktionstechnologien beeinflusst die Sicherheit von Schutzstrukturen maßgeblich. Folgende Teilbereiche werden betrachtet: - Glued screens and ROPS safety issues: Erforschung der Auswirkung von geklebten Fensterscheiben auf die Sicherheit von Schutzstrukturen - Real tests versus virtual test of safety structures: Gegenüberstellung der Prüfung von realen Schutzstrukturen und der Computersimulation Glued screens and ROPS safety issues Ziel dieser Teilaufgabe des Forschungsprojektes ist die Erforschung der Auswirkung von geklebten Fensterscheiben auf das Prüfungsergebnis von Schutzstrukturen. Die existierenden Prüfstandards und Codes zur Prüfung von Umsturzschutzstrukturen sehen als festigkeitsgebende Struktur den Stahlrahmen der Fahrerkabine. Seit einigen Jahren werden zunehmend Fensterscheiben mit dem Stahlrahmen der Fahrerkabine verklebt, was einerseits die Festigkeit in diesen Bereichen erhöht, andererseits aber den gesamten Verformungsbereich der Fahrerkabine –vergleichbar einer Knautschzone - vermindert und damit auch die Sicherheit der Fahrerkabine verringert. Real tests versus virtual test of safety structures Die Prüfung von Umsturzschutzstrukturen wird derzeit an realen Schutzstrukturen auf einem Verdeckprüfstand durchgeführt und endet durch die Prüflasteinwirkung jeweils mit der Zerstörung der Schutzstruktur. Die dabei auftretenden Verformungen, die einen Überlebensfreiraum sicherstellen müssen, sind dabei ebenso ein Kriterium. Um Entwicklungskosten im Bereich der Prüfung von Schutzstrukturen zu senken ist seitens der Europäischen Gesetzgebung der zunehmende der Einsatz von Virtual Testing, also der Computersimulation angedacht. Die Ergebnisse fließen unmittelbar in die internationale Normungsarbeit im Bereich der Sicherheitsstandards auf OECD, EU und ISO-Ebene ein. Wichtig für den Landwirt ist, dass Umsturzschutzstrukturen keine möglichen Sicherheitsmängel aufweisen!

Berichtsdokumente/Anlagen


logo FJ-BLT Study - Making ROPS and FOPS fit for future demands. (4962.61 kB)
BerichtsautorInnen: Luger
logo Bauernzeitung Traktorunfälle 2018 - Ursachen und Lehren für die Zukunf - Seite I (2898.31 kB)
BerichtsautorInnen: Luger
logo Bauernzeitung Traktorunfälle 2018 - Ursachen und Lehren für die Zukunf - Seite II (2796.24 kB)
BerichtsautorInnen: Luger
logo Landwirt Sichere Kabine für den Forsteinsatz (2258.64 kB)
BerichtsautorInnen: Fussel
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