Bio Kuwei Nachsaat


Nummer: 100230
Akronym: Bio Kuwei Nachsaat
Titel (deutsch): Auswirkungen der Grünlandnachsaat in einer Kurzrasenweide bei Biologischer Bewirtschaftung
Projektstart: 01.05.2007
Projektende: 01.04.2011
AuftragnehmerIn: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, HBLFA Raumberg-Gumpenstein
Projektleitung: DI Walter Starz
Finanzierungsstellen: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Wissenschaftszweig: LAND- U. FORSTWIRTSCHAFT, VETERINÄRMEDIZIN / Ackerbau, Pflanzenzucht, Pflanzenschutz / Biologischer Landbau / AGRARWISSENSCHAFTEN, VETERINÄRMEDIZIN

Zielsetzung

Ziele:
•Hat die Nachsaatmischung bzw. die Nachsaattechnik auf den Ertrag und die Inhaltsstoffe bei Kurzrasenweide einen Einfluss
•Unterscheiden sich die Erträge und die Inhaltsstoffe zwischen Kurzrasenweide und Schnittnutzung
•Hat die Nachsaatmischung bzw. die Nachsaattechnik einen Einfluss auf die botanische Zusammensetzung des Pflanzenbestandes
•Gibt es Veränderungen im Boden bei der Nutzung als Kurzrasenweide oder als Schnittvariante

Bedeutung des Projekts für die Praxis

Weidehaltung spielt in der Biologischen Landwirtschaft eine große Rolle und ist ab 01.01.2011 verpflichtend vorgeschrieben.

Abschlussbericht


Kurzfassung (deutsch)

Die Kurzrasenweide ist ein geeignetes Weidesystem für die Low-Input Milchviehhaltung und daher auch für die Biologische Landwirtschaft interessant. Weidehaltung bietet nicht nur wirtschaftliche Vorteile sondern passt auch ideal zu den Werten der Biologischen Landwirtschaft. Bei der Umstellung eines Milchviehbetriebes auf ein Weide basiertes Fütterungssystem müssen vorher als Mähwiesen genutzte Flächen beweidet werden. Durch die Bewirtschaftungsänderung von einer Schnittwiese zur Kurzrasenweide sind Auswirkungen auf den Pflanzenbestand sowie auf die Mengen- und Qualitätserträge zu erwarten. Um diese Hypothesen zu überprüfen, wurde ein 3-jähriger Feldversuch am Bio Lehr- und Forschungsbetrieb des LFZ Raumberg-Gumpenstein von 2007-2009 angelegt. In dieser Untersuchung wurden signifikante Unterschiede im Pflanzenbestand festgestellt. So konnten auf der Kurzrasenweide mit 18 % Leguminosen und 22 % Wiesenrispengras signifikant höhere Anteile als bei der Schnittnutzung festgestellt werden. Die Mengener-träge mit 8.954 kg TM/ha waren auf der Kurzrasenweide tendenziell geringer als bei der Schnittnutzung. Keinen signifikanten Unterschied gab es beim Energie- und Rohproteinertrag der bei der Kurzrasenweidenutzung 57.528 MJ NEL/ha und 1.861 kg/ha ergab. Diese Ergebnisse zeigen die Leistungsfähigkeit und die Eignung der Kurzrasenweide unter ostalpinen Klimabedingungen in der Biologischen Landwirtschaft.

Berichtsdokumente/Anlagen


logo Abschlussbericht Bio Kuwei Nachsaat (742.99 kB)
BerichtsautorInnen: Starz, W.; Steinwidder, A.; Pfister, R.; Rohrer, H. und Schmied, V.

Publikationen durch ProjektleiterIn


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