Wintersaat


Nummer: 10248
Akronym: Wintersaat
Titel (deutsch): Einfluss der Saatstärke und der Saatzeit auf Ertrag, Qualität und Verunkrautung von Getreide im biologischen Anbau
Projektstart: 01.01.2004
Projektende: 31.12.2006
AuftragnehmerIn: Direktion Raumberg-Gumpenstein
Projektleitung: Dipl. Ing. Waltraud Hein
Finanzierungsstellen: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Wissenschaftszweig:

Zielsetzung

Die Saatgutkosten stellen einen wichtigen Faktor in der Getreideproduktion dar. Um eventuell diese Kosten wirkungsvoll reduzieren zu können, ohne negative Folgen auf den Ertrag und die Qualität der Ernteprodukte zu haben, soll in dieser wissenschaftlichen Tätigkeit geklärt werden, wie weit sich über eine Reduktion der Saatstärke auch die Kosten reduzieren lassen. Auch wenn bei Winterweizen in den typischen Ackerbaugebieten dieses Thema schon weitgehend behandelt wurde, liegen für den Alpenraum dazu keine Daten vor.
Geplant ist ein Feldversuch an der Außenstelle Kobenz mit drei verschiedenen Saatstärken sowohl bei Wintertriticale als auch bei Winterroggen bei vier verschiedenen Sorten. An der Zentrale an der BAL in Gumpenstein ist ein Saatzeitversuch bei diesen beiden Getreidearten geplant.

Abschlussbericht


Kurzfassung (deutsch)

Die Saatstärkenversuche umfassten insgesamt drei Versuche am Standort Lambach, der Versuchsaußenstelle der Abteilung Biologischer Ackerbau. Dazu zählten ein Winterweizenversuch im Jahr 2005/06, und je ein Sommerweizen-Versuch in den Jahren 2006 und 2007. Dabei ging es in erster Linie um die Auswirkungen unterschiedlicher Saatstärken auf Ertrag und Qualität von Weizen. Weil die Reduktion der Saatstärke sowohl unter konventioneller Bewirtschaftung als auch im Biolandbau ein relevantes Thema wegen der doch erheblichen Saatgutkosten ist, sind Untersuchungen in diesem Bereich auf jeden Fall gefragt. Zum einen geht es um die Reduzierung des Kornertrages bei geringerer Saatstärke, zum anderen um die Wirkungen auf die Qualitätsparameter, wie Rohproteingehalt, Tausendkorn- und Hektolitergewicht, was im Rahmen dieser wissenschaftlichen Tätigkeit erhoben wurde. Natürlich gibt es wesentlich mehr Kriterien, die Weizenqualität definieren; die hier dargestellten können aber selbst am LFZ Raumberg-Gumpenstein durchgeführt werden und bedürfen keiner weiteren Institutionen, welche zusätzliche Kosten verursachen. Der Winterweizen Saatstärkenversuch umfasste vier verschiedene Saatstärken bei vier verschiedenen Sorten. Die Saatstärken lagen bei 400, 300 und 200 K/m², wobei die niedrigste Saatstärke zwei Varianten beinhaltete: eine mit einem "normalen" Getreideabstand von 12 cm, die andere nach dem System "Weite Reihe" mit einem Abstand von 35 cm. Bei den Kornerträgen, die nicht übermäßig hoch sind, konnte deutlich gezeigt werden, dass in den meisten Fällen die höchste Saatstärke auch zum besten Ertrag führt. Beim Rohproteingehalt sieht die Lage etwas anders aus; sind doch Ertrag und Rohproteingehalt negativ korreliert, so steigt der Rohproteingehalt besonders in der Variante Weite Reihe an. Beim Sommerweizen-Versuch des Jahres 2006 wurden 7 Sommerweizen-Sorten und 1 Sommertriticale-Sorte angebaut, allerdings nur in drei Saatstärken, mit 400, 350 und 300 K/m². Diese geringere Abstufung bringt aber dennoch deutlich ansteigende Kornerträge mit zunehmender Saatstärke, ganz besonders deutlich ist das bei der Triticale-Sorte zu erkennen. Eine einzige Ausnahme in der stetigen Zunahme der Kornerträge ist zu sehen. Beim Rohproteingehalt liegen die Werte relativ tief, nur wenige Einzelwerte gehen über die 12% hinaus. Beim Sommerweizen-Versuch 2007 konnte bis auf eine Sommerweizen-Sorte dasselbe Sortenspektrum angebaut werden; allerdings reichte für die Vergleichsvariante mit 400 K/m² der Platz nicht, sodass die 400-Variante aus dem Sortenversuch herangezogen werden muss. Dort stand aber die Sommertriticale-Sorte nicht, weshalb für die Vergleiche diese Sorte nicht verfügbar ist. Bei diesem Versuch gab es ein Problem mit dem Durchwuchs von Sonnenblumen, die im Jahr 2006 auf demselben Schlag angebaut waren und durch Vogelfraß massiv ausgefallen waren. Trotz verschiedener mechanischer Bearbeitungen konnten die Sonnenblumen nicht verhindert werden; wegen der gleichmäßigen Verteilung auf der gesamten Versuchsfläche wurde dieser Versuch trotzdem ausgewertet. Allerdings blieben die Erträge äußerst bescheiden, dafür zeigten sich die Rohproteingehalte sehr hoch. Auch das Tausendkorn- und Hektolitergewicht wurden ermittelt, beim Winterweizen-Saatstärkenversuch sogar die Bestandesdichte. Auf Grund der Ergebnisse dieser drei Versuche sollte der Frage nach dem Einfluss der Saatstärke auf den Ertrag und die Qualität von Weizen vertiefend eingegangen werden, wobei das Sortenspektrum durchaus auch auf nicht in die Österreichische Sortenliste eingetragene Sorten zu erweitern wäre.

Berichtsdokumente/Anlagen


logo Einfluss der Saatstärke und der Saatzeit auf Ertrag, Qualität und Verunkrautung von Getreide im biologischen Anbau (134.7 kB)
BerichtsautorInnen: Hein Waltraud, Waschl Hermann

Publikationen durch ProjektleiterIn


Link http://www.raumberg-gumpenstein.at/c/index.php?option=com_content&view=article&id=145%3Aeinfluss-der-saatste-und-der-saatzeit-auf-ertrag-qualitund-verunkrautung-von-getreide&catid=23%3A4forschungsprojekte&Itemid=199&lang=de

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BerichtsautorInnen: Hein Waltraud, Waschl Hermann
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