Woodsheep


Nummer: 10196
Akronym: Woodsheep
Titel (deutsch): 'Waldschaf-Tweed' - ein Projekt zur Erhaltung wertvoller Trockenmagerrasen
Projektstart: 01.01.2003
Projektende: 18.09.2006
AuftragnehmerIn: Direktion Raumberg-Gumpenstein
Projektleitung: Dipl. Tzt. Beate BERGER
Finanzierungsstellen: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Wissenschaftszweig: LAND- U. FORSTWIRTSCHAFT, VETERINÄRMEDIZIN / Viehzucht, Tierproduktion / Haustiergenetik / AGRARWISSENSCHAFTEN, VETERINÄRMEDIZIN

Zielsetzung

Anhand des Projektes "Waldschaftweed" (Gemeinschaftsprojekt der Naturschutzjugend Haslach, der ARGE Waldschaf und der Textilwerkstatt Haslach) soll eine Fallstudie über indirekte Fördermassnahmen in der Generhaltungszucht und fächerübergreifende Nutzung gefährdeter Haustierrassen zur Veröffentlichung bei der OECD erstellt werden.

Bedeutung des Projekts für die Praxis

INternationale Veröffentlichung über die OECD

Abschlussbericht


Kurzfassung (deutsch)

Im oberösterreichischen Mühlviertel wurde ein Qualitätsproduktionsprojekt zur Erhaltung wertvoller Trockenmagerrasen initiiert. Auf diesen Weiden befinden sich die letzten Vorkommen des Böhmischen Enzians (G. bohemica) in Österreich, zusätzlich kommen hier bis zu 200 Grasarten und bis zu 300 Schmetterlingsarten vor. Seit 1993 werden von der Naturschutzjungend Haslach Waldschafe, eine seltene österreichische Nutztierrasse, auf diesen Weiden eingesetzt. In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft der Waldschafzüchter und der Österreichischen Nationalgesellschaft für Generhaltung (ÖNGENE) wird ein Erhaltungszuchtprogramm durchgeführt, das im Rahmen der ÖPUL- Maßnahme Haltung und Aufzucht gefährdeter Nutztierrassen subventioniert wird. Die anfallenden Lämmer werden als Qualitätsfleisch in der Region vermarktet. Für die Wolle wurde eine Vermarktungsschiene über die Produktion eines hochqualitativen Tweeds aufgebaut um über den Verkauf von Wollprodukten ein zusätzliches Einkommen für die Schafzüchter zu sichern. Alle Verarbeitungsschritte der Rohwolle bis zum fertigen Produkt werden in der Textilwerkstatt Haslach durchgeführt. Die Textilwerkstatt Haslach beschäftigt in einer strukturschwachen Region bis zu 8 Behinderte im Rahmen der Wollverarbeitung. Um das Produkt 'Waldschaf-Tweed' besser zu vermarkten wurde im Rahmen der Agraria 2002 bei der Bundesschau der gefährdeten Rassen eine umfassende Produktpräsentation mit der Landesinnung der oberösterreichischen Schneider in Anwesenheit des Landeshauptmannes durchgeführt. Die Hauptprobleme liegen derzeit in der Erfassung der Rohwolle und der geringen verfügbaren Produktmenge. Das Beweidungsprojekt 'Böhmischer Enzian' ist erfolgreich, die Bestände haben sich auf den beweideten Flächen stabilisiert.

Berichtsdokumente/Anlagen


logo A new Tweed from.pdf (156.7 kB)
BerichtsautorInnen: Beate Berger
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