FADNAB


Nummer: 100043
Akronym: FADNAB
Titel (deutsch): Österreichische DNA-Bank für Landwirtschaftliche Nutztiere
Projektstart: 28.04.2006
Projektende: 31.12.2008
AuftragnehmerIn: Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft Raumberg-Gumpenstein
Projektleitung: Dipl.Tzt. Beate Berger
Finanzierungsstellen: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Wissenschaftszweig: LAND- U. FORSTWIRTSCHAFT, VETERINÄRMEDIZIN / Viehzucht, Tierproduktion / Haustiergenetik / AGRARWISSENSCHAFTEN, VETERINÄRMEDIZIN

Zielsetzung

Einrichtung einer DNA-Bank

Kryobank für isolierte, genomische DNA landwirtschaftlicher Nutztiere als genetisch repräsentativer Querschnitt durch die österreichischen Populationen der Nutztierrassen.

Verfügbarkeit qualitativ hochwertiger isolierter DNA in repräsentativem Umfang für die genetische Charakterisierung landwirtschaftlicher tiergenetischer Ressourcen in Übereinstimmung mit den Forderungen von FAO und CBD.

Installation der Technologie und Aufbau der Laborkette zur Isolierung und Kryo-Konservierung von tierischer, rekombinanter DNA aus Blut- und Gewebeproben

Sammlung und Aufbereitung von DNA-haltigen Materialien von NutztierenErstellung der zur EDV-Verwaltung erforderlichen Anwendungen und Vernetzung mit der bereits vorhandenen Genbankverwaltung.

Abschlussbericht


Kurzfassung (deutsch)

Ziel des Projektes war in Übereinstimmung mit den Forderungen der CBD und FAO die Einrichtung einer nationalen DNA Bank für landwirtschaftliche tiergenetische Ressourcen analog zur bestehenden Österreichischen Genbank für Nutztiere. Die Entscheidung genomische DNA zu verwenden fiel aufgrund der derzeitigen intensiven Diskussionen in internationalen Gremien über Zugangsrechte zu und gerechten Vorteilsausgleich bei tiergenetischen Ressourcen (access and benefit sharing). Bei der Lagerung von nicht vermehrungsfähiger (klonierbarer) isolierter DNA entfallen diese rechtlichen Probleme. Im Rahmen des Projektes wurden zwei Methoden zur Isolierung genomischer DNA aus EDTA-Blut von Nutztieren verglichen, ein Laborprotokoll zur Isolierung und Qualitätssicherung erarbeitet, eine Datenbank zur Verwaltung des Kryolagers erstellt und 660 Proben von 24 Rassen der Spezies Rind, Schaf, Ziege und Schwein gesammelt. Die Isolierung mit der Anoinenaustauschmethode hat sich als besonders geeignet für die routinemäßige Anwendung erwiesen. Zum weiteren Ausbau der DNA-Bank ist geplant von jeder Rasse bei annähend ausgeglichenem Geschlechterverhältnis zwischen 80 und 100 Proben anzulegen und diese Sammlung nach 5 Generationen (Tierartspezifisch) zu wiederholen. Dadurch wird ein weitgehend komplettes genetisches Archiv der österreichischen Tierzucht auf dem Gebiet Landwirtschaftlicher Nutztiere entstehen. Die DNA-Bank ist bereits in einem nationalen und einem internationalen Projekt zur Charakterisierung von Rinderrassen genutzt worden.

Berichtsdokumente/Anlagen


logo Abschlussbericht FADNAB (308.34 kB)
BerichtsautorInnen: Beate Berger
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