Kälberiglus


Nummer: 100330
Akronym: Kälberiglus
Titel (deutsch): Erhebung tiergesundheitlicher Parameter von Kälbern in unterschiedlichen Kälberiglus
Projektstart: 01.06.2007
Projektende: 04.08.2009
AuftragnehmerIn: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, HBLFA Raumberg-Gumpenstein
Projektleitung: Johann Häusler
Finanzierungsstellen: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Wissenschaftszweig: LAND- U. FORSTWIRTSCHAFT, VETERINÄRMEDIZIN / Viehzucht, Tierproduktion / Tierhaltung / AGRARWISSENSCHAFTEN, VETERINÄRMEDIZIN

Zielsetzung

In diesem Projekt sollen Parameter zur Beurteilung der Gesundheit und des Verhaltens von Zuchtkälbern, die in unterschiedlich ausgeführten Kälberiglus gehalten werden, untersucht, die Bedienerfreundlichkeit der verschiedenen Hütten erprobt und deren Ausführung begutachtet werden.

Abschlussbericht


Kurzfassung (deutsch)

In den Jahren 2007 bis 2008 wurden in einem Vergleichstest 5 Iglus von verschiedenen Herstellerfirmen getestet. Dabei wurden - neben den technischen Daten und den Licht- und Temperaturverhältnissen – vor allem Wert auf die Tiergerechtheit (Verletzungsrisiko) und die Bedienerfreundlichkeit gelegt. Traten Probleme auf, wurden die Firmen umgehend kontaktiert. So konnten gemeinsam Verbesserungen durchgeführt werden, die eine Verringerung des Verletzungsrisikos für Mensch und Tier brachten. Die Haltung von Kälbern in Kälberiglus ist eine gute und preiswerte Alternative zu einem Stallumbau. Kälberiglus sind im Allgemeinen einfach zu bedienen, leicht zu reinigen und desinfizieren und vermindern somit den Infektionsdruck auf das neugeborene Kalb. Allerdings müssen bei der Anschaffung und auch bei der Aufstellung der Iglus folgende Punkte beachtet werden: · Die äußere Oberfläche der Iglus muss weiß oder zumindest hellgrau oder hellbeige sein. Dunkle Iglus führen zu einer zu starken Erwärmung im Inneren. · Die Oberfläche der Iglus muss glatt sein, damit sie ohne Probleme gereinigt werden kann. · Um die Strangulierungsgefahr auszuschalten, dürfen die Abstände zwischen den Stäben der Umzäunung nicht mehr als 10 cm betragen, wobei die Stäbe stehend montiert sein sollten. · Die Verbindung zwischen Iglu und Auslauf muss so ausgeführt sein, dass kein Kalb mit dem Kopf durch den Spalt durchschlüpfen kann – hier herrscht ebenfalls Strangulierungsgefahr. · Die Iglus sollten unter einem Dachvorsprung oder einem Flugdach aufgestellt werden, dies bringt neben einem besseren Witterungsschutz für die Kälber auch angenehmere Arbeitsbedingungen für den Betreuer. · Die Öffnung des Iglus muss der Wetterseite abgewandt sein – im Sommer erfolgt eine Ausrichtung nach Norden und im Winter nach Ost bzw. Südost. Dies ist vor allem bei einer Aufstellung im Freien zu berücksichtigen. · Stellt man die Iglus unter den Dachvorsprung, so sollte dies nach Möglichkeit im Sommer im Schatten an der Nord- oder Ostseite und im Winter auf der Südseite von Stallungen erfolgen. · Das Einbringen einer dicken Strohschicht oder die Verwendung eines Holzrostes unter der Einstreu schützen vor der Kälte von unten. · Im Winter – vor allem bei tiefen Temperaturen – sollte das Kalb erst mit trockenem Haarkleid in den Iglu gebracht werden, wobei das Abtrocknen nicht im alten Kälberstall erfolgen sollte. · In der ersten Lebenswoche sollte in den kalten Nächten der Eingang mit einem Strohballen geschützt werden.

Berichtsdokumente/Anlagen


logo Erhebungen tiergesundheitlicher Parameter von Kälbern in unterschiedlichen Kälberiglus (Vergleichstest) (1772.39 kB)
BerichtsautorInnen: Johann Häusler, Dr. Johann Gasteiner, Daniel Eingang, Gregor Huber, Anna-Maria Schmied, Johann Zainer, alle LFZ Raumberg-Gumpenstein
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