Weingartenbegrünung


Nummer: 100258
Akronym: Weingartenbegrünung
Titel (deutsch): Begrünungen von Weingärten unter besonderer Berücksichtigung von Grünlandarten als Nährpflanzen für Zikaden
Projektstart: 01.04.2007
Projektende: 31.03.2010
AuftragnehmerIn: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, HBLFA Raumberg-Gumpenstein
Projektleitung: Dipl.Ing. Dr. Wilhelm Graiss
Finanzierungsstellen: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Wissenschaftszweig: LAND- U. FORSTWIRTSCHAFT, VETERINÄRMEDIZIN / Gartenbau, Obstbau / Weinbau / AGRARWISSENSCHAFTEN, VETERINÄRMEDIZIN

Zielsetzung

Auf zwei unterschiedlichen Standorten sollen verschiedene Gräser und Kräuter auf ihre Bedeutung als potentielle Wirtspflanzen für Zikaden (als Überträger der Krankheit Stolbur) untersucht werden.

Abschlussbericht


Kurzfassung (deutsch)

Es wurden an zwei Weingartenstandorten (Langenzersdorf in Niederösterreich und Kitzeck in der Steiermark) Begrünungsvarianten mit Gräsern und Kräutern im Reinbestand und einer standortangepassten Saatgutmischungen im Vergleich zu einer handelsüblichen Weingartenbegrünungsmischung (Standardmischung) angelegt. Die Entwicklung der einzelnen Varianten war am Standort Kitzeck im Sausal unterschiedlich. Die eingesäten Gräser Trisetum flavescens, Anthoxanthum odoratum, Lolium perenne und die krautige Pflanze Centaurea jacea konnten sich bis in den Herbst hinein gut etablieren. Die Varianten mit Dianthus carthusianorum und Salvia nemorosa zeigten eine vergleichsweise geringe Deckung. Zwischen den eingesäten Begrünungsmischungen waren die Unterschiede nicht sehr groß. Die Untersuchungen der Zikadenarten bei den unterschiedlichen Varianten im Jahr 2008 am Standort Kitzeck zeigten, dass die angebauten Gräser nicht besonders zikadenfeindlich waren. Die angesäten Mischungen zeigten vergleichbare Werte zu den reinen Gräsereinsaaten. Die angesäten Kräuter waren zu stark verunkrautet und deshalb war keine gesicherte Aussage möglich. Die Tastversuche mit unterschiedlichen Saatgutmischungen in den Weinbergen der Südoststeiermark zeigten im niederschlagsreichen Jahr 2009 schlechte Ergebnisse im Bezug auf die Entwicklung der eingesäten Arten. Die trockenresistenten Arten konnten sich nicht ausreichend etablieren, das geringe Biomassewachstum wäre wünschenswert, aber die Deckung war in Hinblick auf Erosion unzureichend. In der Praxis wurden bei der Ansaat von Mischungen in den Weinbergen der Südoststeiermark Fehler gemacht, die durch die beigefügte Anleitung zur Etablierung von Weingartenbegrünungen vermieden werden können.

Berichtsdokumente/Anlagen


logo Begrünungen von Weingärten (1306.54 kB)
BerichtsautorInnen: Dr. Wilhelm GRAISS, Dr. Bernhard KRAUTZER, Dipl.-Ing. Monika RIEDLE-BAUER
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