Immergrün


Nummer: 100031
Akronym: Immergrün
Titel (deutsch): Einsatz standortgerechter Arten im Landschaftsbau und Grundlagen zu deren Saatgutproduktion
Projektstart: 02.10.2005
Projektende: 31.05.2011
AuftragnehmerIn: Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft Raumberg-Gumpenstein
Projektleitung: DI Dr Bernhard Krautzer
Finanzierungsstellen: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Wissenschaftszweig: NATURWISSENSCHAFTEN / Sonstige und interdisziplinäre Naturwissenschaften / Umweltschutz

Zielsetzung

Bei Kombination von richtigem Bodenaufbau, angepasster Begrünungstechnik und Nährstoffversorgung sowie standortgerechter Saatgutmischungen (dem Standort angepasste, langsamwüchsige, biomassearme Arten mit geringem Nährstoffanspruch: "Naturwiesensaatgut") sind pflegearme, naturschutzfachlich wertvolle Grünlandgesellschaften im Straßen- und Landschaftsbau erreichbar.
Im Rahmen dieses Forschungsprojektes sollen die Grundlagen für den Einsatz solcher Saatgutmischungen sowie die Vermehrung passender Arten erarbeitet werden.

Folgende Vorteile können für die Praxis erwartet werden:

1. Nachhaltiger Erosionsschutz im Straßen- und Landschaftsbau (durch Kombination hochwertiger Begrünungsmethoden mit Saatgutmischungen standortgerechter Ökotypen)
2. Hoher naturschutzfachlicher Wert von Böschungsbegrünungen (z.B. ausdauernde, standortgerechte Pflanzenbestände sowie höhere Artenzahlen, deutlich erhöhte Biodiversität, evtl. in situ Erhaltung von seltenen und bedrohten Arten)

3. Mittelfristig verbesserte Wirtschaftlichkeit (keine nachträgliche Aufbringung von Oberboden, geringere Kosten für Nachbesserungen, reduzierter Pflegeaufwand bei Düngung und Schnitt).
4. Saatgutproduktion standortgerechter Arten (stützungsfreie Einkommensalternative für regionale Landwirte, inländische Wertschöpfung statt Saatgutimport)

Notwendige fachliche Rahmenrichtlinien zu Artenwahl, Mischungsgestaltung, Qualitätsanforderungen, Abnahmekriterien sowie einer notwendigen ökologischen Bauaufsicht sollen im Rahmen des Projektes unter Zuhilfenahme und Einbeziehung bereits existierender Rahmenrichtlinien bzw. Normen ebenfalls bearbeitet und adaptiert werden.

Abschlussbericht


Kurzfassung (deutsch)

Im Rahmen dieses Forschungsprojektes mit dem Akronym „Immergrün“ wurden einige Grundlagen für den Einsatz standortgerechter Saatgutmischungen (dem Standort angepasste, langsam wüchsige, biomassearme Arten mit geringem Nährstoffanspruch: „Naturwiesensaatgut“) sowie die Vermehrung passender Arten erarbeitet. Folgende Vorteile werden für die Praxis erwartet: 1. Nachhaltiger Erosionsschutz im Straßen- und Landschaftsbau (durch Kombination hochwertiger Begrünungsmethoden mit Saatgutmischungen standortgerechter Ökotypen) 2. Hoher naturschutzfachlicher Wert von Böschungsbegrünungen (z.B. ausdauernde, standortgerechte Pflanzenbestände sowie höhere Artenzahlen, deutlich erhöhte Biodiversität, Möglichkeit der in situ Erhaltung von seltenen und bedrohten Pflanzen) 3. Mittelfristig verbesserte Wirtschaftlichkeit (keine nachträgliche Aufbringung von Oberboden, geringere Kosten für Nachbesserungen, reduzierter Pflegeaufwand bei Düngung und Schnitt). 4. Saatgutproduktion standortgerechter Arten (stützungsfreie Einkommensalternative für regionale Landwirte, inländische Wertschöpfung statt Saatgutimport) Bei Kombination von richtigem Bodenaufbau, angepasster Begrünungstechnik und Nährstoffversorgung sowie standortgerechter Saatgutmischungen sind pflegearme, naturschutzfachlich wertvolle Grünlandgesellschaften im Straßen- und Landschaftsbau erreichbar. Die notwendigen fachlichen Rahmenrichtlinien zu Artenwahl, Mischungsgestaltung, Qualitätsanforderungen, Abnahmekriterien sowie einer notwendigen ökologischen Bauaufsicht werden zurzeit in existierender Rahmenrichtlinien bzw. Normen eingearbeitet.

Berichtsdokumente/Anlagen


logo Einsatz standortgerechter Arten im Landschaftsbau und Grundlagen zu deren Saatgutproduktion (2317.02 kB)
BerichtsautorInnen: Wilhelm Graiss, Bernhard Krautzer
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