Nummer: 10158
Akronym:
Titel (deutsch): Gemüsebauliche Maßnahmen zur Vermeidung von Blattranden während der Sommersalatsätze von 'Grazer Krauthäuptel'
Projektstart: 01.01.2002
Projektende: 15.05.2006
AuftragnehmerIn: Direktion Schönbrunn
Projektleitung: Dipl.-Ing. Wolfgang Palme
Finanzierungsstellen: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Wissenschaftszweig:

Zielsetzung

Der Batavia-Salatsorte 'Grazer Krauthäuptel' kommt im steirischen Gemüsebau traditionell große Bedeutung zu. Zahlreiche Betriebe sind auf einen satzweisen Freilandanbau dieser Sorte spezialisiert. Auch vom Handel wird 'Grazer Krauthäuptel' über einen möglichst langen Zeitraum intensiv nachgefragt. Der Konsument ist bereit, für diese traditionsreiche Salatsorte mit ausgezeichneten Geschmackseigenschaften auch einen höheren Preis zu bezahlen. Probleme ergeben sich allerdings insbesondere bei der Sommerproduktion von 'Grazer Krauthäuptel', da diese Sorte bei extremen Witterungsbedingungen (Hitze, Trockenheit) zum Blattranden neigt. Dieser Qualitätsmangel führt bei Sommersätzen häufig zu massiven Ausfällen. In vorliegender wissenschaftlicher Tätigkeit sollen mögliche gemüsebauliche Maßnahmen auf ihre qualitätssichernde Wirkung überprüft werden, um ein Blattranden in den kritischen Erntewochen zu verhindern. Der Versuch erfolgte parallel auch am Landwirtschaftlichen Versuchszentrum Steiermark, Außenstelle Wies, und in ähnlicher Anordnung an verschiedenen steirischen Gemüsebaubetrieben.

Bedeutung des Projekts für die Praxis

Abschlussbericht


Kurzfassung (deutsch)

Der gemüsebauliche Ansatz zur Vermeidung von Blattrandproblemen bezog sich vor allem auf die Themen Ca-Versorgung und Durchwurzelung. Deshalb wurden für den Versuch folgende Varianten geprüft: 1.) Pflanzung auf Ökofolie (Fa. Protech, biomat Agrarfolie), mit Nitramoncal auf 120 kg N/ha aufgedüngt = Standard 2.) Direktsaat, mit Nitramoncal auf 120 kg/ha N aufgedüngt 3.) Jungpflanzenanzucht im Zapfencontainer (4 x 4,5 x 6 cm, konisch), mit Nitramoncal auf 120 kg N/ha aufgedüngt. Pflanzung bodeneben 4.) Düngung mit 224 kg Agrobiosol/ha (Gesamt N-Gehalt: 120 kg/ha) 5.) Düngung mit Kalkstickstoff (32 kg/ha) 6.) Kalksalpeterspritzung: Wöchentliche Spritzung 0,5 %ig in den letzten 3 Kulturwochen Eine 3-sätzige Prüfung von gemüsebaulichen Methoden zur Vermeidung des Blattrandens bei der Salatsorte 'Grazer Krauthäuptel' während der Sommermonate zeigte ein deutlichen Vorteil der Direktsaat. Die Verwendung von Zapfencontainern, die zusätzliche Düngung mit Kalkstickstoff oder Agrobiosol und die Spritzung von Kalksalpeter brachten keine Verbesserung gegenüber der Standardvariante (Pflanzung auf Folie). Die Außenblätter wiesen einen wesentlich höheren Mineralstoffgehalt (Ca, K, Mg) auf als die Innenblätter. Unterschiede zwischen den Varianten waren nicht nachweisbar.

Berichtsdokumente/Anlagen


logo BGB 3387 Grazer Krauthäuptel.doc (3322.5 kB)
BerichtsautorInnen: Wolfgang Dipl.-Ing. Palme
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