Nummer: 10132
Akronym:
Titel (deutsch): Arbuskuläre Mycorrhiza (AM) in der Grünlandwirtschaft und im Landschaftsbau
Projektstart: 01.01.2002
Projektende: 29.01.2008
AuftragnehmerIn: Direktion Raumberg-Gumpenstein
Projektleitung: Dr. Bernhard KRAUTZER
Finanzierungsstellen: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Wissenschaftszweig:

Zielsetzung

Im Grünland bestehen sehr häufig relativ schlechte Beziehungen zwischen dem laktatlöslichen P-Gehalt im Boden und dem P-Gehalt im Futter. Eine mögliche Ursache dafür könnte in der Mycorrhizierung der Grünlandpflanzen liegen.
Mit diesem Projekt sollen folgende Fragen beantwortet werden:
- Sind charakteristische Grünlandpflanzen mit Arbusculärer Mycorrhiza (AM) infiziert und wie hoch ist die AM-Kolonisation der Wurzeln?
- Wie reagiert die AM auf unterschiedliche Düngungs- und Nutzungsintensitäten?
- Welche Bedeutung hat die AM für den P-Gehalt in den Grünlandpflanzen?
- Welche Bedeutung haben die mikrobielle Biomasse und Phosphataseaktivität im Boden für den P-Kreislauf im System Boden - Pflanze?
AM im Landschaftsbau
Im Rahmen des EU-Projektes FAIR CT98-4024 „Seed Propagation of Indigenous Species and their use for Restoration of Eroded Areas of the Alps“, Kurztitel ALPEROS, wurde der Effekt inokulierter AM im Vergleich zu den derzeit üblichen Begrünungsmethoden erhoben. Die Ergebnisse der ersten zwei Versuchsjahre zeigen ein überraschend gutes Abschneiden dieser Variante, besonders in Kombination mit einer standortgerechten Saatgutmischung.
Ein Abschätzen des tatsächlichen Effektes der Beigabe inokulierter AM durch Quantifizierung sogenannter Markerfettsäuren soll im Rahmen dieses Projektes im Vergleich zweier Saatgutmischungen und zweier Applikationstechniken erfolgen.

Bedeutung des Projekts für die Praxis

Abschlussbericht


Kurzfassung (deutsch)

Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl der Deckungsgrad, der oberirdische als auch unterirdische Biomasseertrag bei den Variante mit der Verwendung von Mycorrhiza sich schlechter entwickelt hat, als bei der Variante mit reiner Hydrosaat unabhängig von der verwendeten Saatgutmischung. Das Versetzen der Ansaat mit Arbusculärer Mycorrhiza (AM) hat bei der Schafgarbe offensichtlich den Grad der Mycorrhizierung bei den Untersuchungsterminen unabhängig von der Saatgutmischung leicht erhöht. Bei den Gräsern kann zum Sommertermin eine deutliche Zunahme der Mycorrhizierung, allerdings unabhängig von der Inokulierung, beobachtet werden. Es konnte bei der Bestimmung von Phospholipid- und Neutrallipidmarkerfettsäuren kein positiver Effekt der Mycorrihzierung bzw. der Technik verbesserte Hydrosaat mit Anwendung von Mycorrhiza auf dem Standort Hochwurzen festgestellt werden. Aus Sicht des Erosionsschutzschutzes ist die Verwendung von Mycorrhiza zur Ansaat bei der Begrünung von Hochlagen nicht von Vorteil.

Berichtsdokumente/Anlagen


logo Arbuskuläre Mycorrhiza (AM) in der Grünlandwirtschaft und im Landschaftsbau (1728.91 kB)
BerichtsautorInnen: Dr. Bernhard Krautzer, Dr. Wilhelm Graiss
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