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30.04.2019

Geruchs- und Ammoniakemissionen aus der Geflügelhaltung unter Anwendung unterschiedlicher Emissionsminderungsstrategien

Die Emissionsfaktoren für Ammoniak und Geruch stellen das wesentliche Substrat zur Einschätzung der jeweiligen Verfrachtung – aus dem Stall in die Umgebung – dar. Mit den ermittelten Ammoniak-Emissionen in kg pro Tierplatz und Jahr von 0,023 in der Versuchsgruppe und 0,021 in der Kontrollgruppe liegen insgesamt eher niedrige Faktoren, bzw. geringe Emissionen, vor. In der Literatur finden sich z.T. doppelt so hohe Angaben zu den Ammoniakemissionen im Mastgeflügelbereich: bspw. Keck (2010) oder in der deutschen TA-Luft; hier findet sich ein Emissionsfaktor von rd. 0,0486 kg Ammoniak pro Tierplatz und Jahr. Bei genauerer Betrachtung der ermittelten Geruchsemissionen – im Vergleich zu den Emissionsfaktoren von Ammoniak – zeigt sich ein bemerkenswertes Bild. Die Geruchs-Emissionsfaktoren der gegenständlichen Untersuchungen imponieren, im Vergleich, relativ hoch. Es zeigen sich zwar statistisch signifikante, geringere Emissionsfrachten in den Versuchsgruppen (160 GE/S*GVE, im Vergleich zu 223 GE/s*GVE in den Kontrollgruppen), jedoch liegen diese Werte insgesamt doch erheblich über den in Deutschland gebräuchlichen Faktoren der VDI 3894 Blatt 1: für die Hähnchenmast in Bodenhaltung wird ein Geruchsstoff-Emissionsfaktor von 60 GE/s*GVE angeführt. Eigene Untersuchungen in den Geflügel-Versuchsstallungen an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein und an Mastbetrieben in der Praxis legen jedoch den Schluss nahe, dass der „VDI-Faktor“ wohl deutlich zu niedrig angesetzt ist. Auf Basis dieser Erkenntnisse werden in der Steiermark seit Herbst 2018 aktuelle Geruchsemissionsfaktoren verwendet (Öttl et. al). Veranschlagt wird hier ein Faktor von 200 GE/s*GVE für die Haltung von Masthühnern mit einer einphasigen Fütterung. Werden die Tiere hingegen drei- oder mehrphasig gefüttert, so reduziert sich der Emissionsfaktor auf 160 GE/s*GVE. Der Blick auf die gegenständlichen Untersuchungen zeigt somit, dass die Geruchsemissionen der Versuchsgruppen genau bei dem zu erwartenden Wert liegen – das eingesetzte Kontrollfutter („herkömmliches“ Futtermittel aus der Praxis) führte jedoch zu beträchtlich höheren, freigesetzten Geruchsstoffkonzentrationen. Hinsichtlich der biologischen Leistungsdaten variieren die Gruppen in geringem Ausmaß, zu Gunsten der Kontrollgruppe. Die Futterverwertung zeigt mit 1,60 bzw. 1,59 ein gutes Ergebnis und liegt im Bereich der Erfahrungen aus vorhergehenden Untersuchungen.

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