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30.01.2018

Muttergebundene Lämmermast auf extensiver Weide

Ziel dieses Versuches war es, eine Charakterisierung des Leistungsvermögens reinrassiger Waldschafe und einer Kreuzung von Waldschaf und Ile de France bei muttergebundener reiner Weidemast auf extensivem Grünland zu bekommen. Die Vaterrasse Ile de France wurde aufgrund der Empfehlung des Verbandes für Schafzucht und –haltung in Oberösterreich gewählt. Diese Rasse soll sich besonders für die Weidemast eignen. Alle Tiere in einem Versuchsdurchgang hatten dieselben Väter. In beiden Versuchsdurchgängen wurden dieselben Mutterschafe verwendet. Der Versuch wurde über 2 Weideperioden geführt. Als Weide stand ein extensiver Halbtrockenrasen auf Kalkschotterboden zur Verfügung. Es erfolgte keine Düngung, Weidereste wurden jeweils nach Abtrieb gemulcht. Generell erscheint das Waldschaf als genügsame Landrasse sowohl in der Reinzucht als auch bei Veredelung mit einer weidetauglichen Fleischrasse gut für die Extensivhaltung und Landschaftspflege geeignet zu sein. Die von Verbrauchern oft kolportierte hohe Fleischqualität des Lammfleisches vom Waldschaf scheint durch den Versuch zumindest teilweise bestätigt. Die Lammfleischerzeugung mit reinrassigen Waldschafen mit Muttermilch und extensiver Weide ist nur bei Direktvermarktung der Schlachtkörper sinnvoll, da die Bemuskelung und die Fettabdeckung den Vorgaben des Handels in der Regel nicht entsprechen. Von einer Zufütterung von Kraftfutter ist bei Waldschafherkünften aufgrund der Erkenntnisse aus früheren Versuchen abzuraten, da Waldschafe Kraftfutter nur ungenügend verwerten. Eine vorsichtige Selektion der Mutterschafe auf Milchleistung unter Beibehaltung der genetischen Vielfalt kann die Aufzuchtleistung und damit die Einkünfte aus diesem Betriebszweig verbessern. Für nicht in der Generhaltungszucht benötigte weibliche Tiere ist die Gebrauchskreuzung mit einer weidetauglichen Fleischrasse anzuraten, allerdings ist auch hier das Erreichen marktkonformer Schlachtgewichte und Schlachtkörperausprägung schwierig.

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