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| << Zurück zur Startseite | | Nummer | 100584 | | Akronym | VERPRODKOERLEG | | Titel (deutsch) | Verbesserung der Produktionsbedingungen von Körnerleguminosen zur Verminderung von Krankheiten und Schädlingen | | Titel (englisch) | Optimizing the conditions for production of grain legumes to minimize diseases and pests on organic farming | | Projektstart | 01.04.2010 | | AuftragnehmerIn | LFZ Raumberg-Gumpenstein | | WissenschaftlicheR ProjektleiterIn | Dipl. Ing. Waltraud Hein | | Finanzierungsstellen | Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft | | Zielstellung | Körnerleguminosen sind unverzichtbare Bestandteile jeder Fruchtfolge, ganz besonders jener im biologischen Landbau. Viehlos wirtschaftende Betriebe sind schon wegen der Stickstoffversorgung auf den Einbau von Körnerleguminosen in ihre Fruchtfolge angewiesen. Trotzdem beträgt der Körnerleguminosenanteil an der Gesamtfruchtfolge meist nicht viel mehr als 13-17% im langjährigen Durchschnitt aller Betriebe (FREYER et al., 2005), auch wenn in biologischen Betrieben mit Schwerpunkt Körnerleguminosenproduktion dieser Anteil erhöht sein kann. Gründe dafür sind in den schwankenden Erträgen der Körnerleguminosen zu finden, ebenso in den zahlreichen Krankheiten und Schädlingen, die beim Anbau von Ackerbohnen, Körnererbsen, Sojabohnen, Lupinen und anderen Arten auftreten können, die sich in den letzten Jahren verstärkt haben. Dadurch geht einerseits die Anbaufläche für diese Kulturen zurück, andererseits ist nur wenig oder gar kein biologisch erzeugtes Saatgut von manchen dieser Kulturarten zu erhalten. Auch die Erntemengen von Ackerbohnen, Körnererbsen, Lupinen und Sojabohnen sind rückläufig, weil die Produktionsbedingungen für diese Kulturen in der biologischen Landwirtschaft zunehmend schwieriger sind. So konnten von den im Jahr 2008 in Oberösterreich angebauten Bio-Ackerbohnen viele Äcker gar nicht geerntet werden, weil die Pflanzen keinen oder nur einen sehr geringen Hülsenansatz zeigten, nachdem die Kulturen extrem stark von Virosen befallen waren. Bei den Körnererbsen spielen die Schädlinge eine ganz bedeutende Rolle, wie beispielsweise der Erbsenwickler, Erbsenkäfer oder Blattrandkäfer. Bei der Sojabohne stellt oftmals die Unkrautbearbeitung im Biolandbau das große Problem dar, besonders, wenn das Frühjahr eher kühl und regnerisch ist und sich die Sojabohne nicht entsprechend entwickeln kann.
Insgesamt ist die Situation durch neue Bestimmungen in der Fütterung verschärft, wonach bis zum Jahr 2012 in der gesamten biologischen Landwirtschaft keine Zufütterung von konventionell erzeugtem Eiweiß mehr erfolgen darf.
Deshalb sind auf dem Gebiet der Produktionstechnik alle Möglichkeiten auszuschöpfen, die der sicheren und erfolgreichen Erzeugung von Körnerleguminosen dienen. Dazu zählen die Suche nach sogenannten "alternativen" Körnerleguminosen, wie Saatwicke und ebenfalls der Anbau von Gemengen zwischen Getreide und Körnerleguminosen. Solche Gemenge haben den Vorteil, dass zumindest ein Gemengepartner Ertrag bringt, falls der andere durch Krankheiten oder Schädlinge ausfällt. Auch sollen den verfügbaren Winterformen der Leguminosen verstärkt Augenmerk geschenkt werden, weil davon auszugehen ist, dass gewisse Krankheiten und Schädlinge die Winterformen nicht im selben Ausmaß treffen wie die Sommerformen. Auch müssen die am besten geeigneten Sorten für jedes Gebiet herausgefiltert werden, weil ja im biologischen Anbau der Sortenwahl eine ganz besondere Bedeutung zukommt.
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